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26.02.2018    Ski-Tag

26.02.-09.03.2018    Anmeldezeitraum für das Schuljahr 2018/19 Mehr...

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Seminar 2017/18    Informationen und Downloads für die Arbeit finden Sie hier.

Zeitzeugenbericht in Geschichte

Herr Lukow als Zeitzeuge an der BO KrumbachWiderstand war für die SED,
wenn man fragte warum

Ein Zeitzeuge berichtet an der Beruflichen Oberschule Krumbach über Widerstand und Verfolgung in der DDR

Herr Lukow aus Berlin besuchte mit Unterstützung der Hanns-Seidel-Stiftung die Berufliche Oberschule Krumbach und berichtete über seine Erfahrungen im Staatssystem der DDR. Die Schüler der 11. Klassen (FOS) erhielten so zusätzlich zum Unterricht über die DDR im Fach Geschichte Erfahrungen aus erster Hand. Sie erfuhren, dass die SED laut Demokratie und Mitbestimmung propagierte, aber wenn ein Jugendlicher fragte, warum die SED über all das Sagen habe, er mit 25 Jahren Gefängnis bestraft wurde. Herr Lukow erzählte, wie die brutale Verfolgung der fünfziger Jahre im Laufe der Zeit subtiler wurde, da die DDR-Regierung ein gutes Ansehen haben wollte, als sie in die UNO aufgenommen wurde. Sie hörten, wie der KSZE-Prozess mit Selbstbestimmung, Reisefreiheit und Informationsfreiheit in der DDR eben nicht umgesetzt wurde. Trotz lauter Propaganda blieben die alten Männer, die niemals durch Wahlen legitimiert waren, ihr Leben lang Stalinisten, die alle unterdrückten, die ein bißchen Freiheit wollten. Wir hörten auch, wie erbärmlich sich die SED bei der Wende präsentierte und wie sich die Partei in PDS und Linke umbenannte, die alten Kader aber weiter das Sagen hatten.

Unsere Schüler wurden für ihr aufmerksames Zuhören sehr gelobt und auch dafür, dass sie die Fragen aus dem Fragenkatalog des Forschungsprojekts SED-Staat richtig beantworten konnten, was leider nicht selbstverständlich ist, wie Herr Lukow bedauernd feststellte.

Andreas S. Lüneburg